Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern

An der Tatsache, dass Frauen im Durchschnitt weiterhin 23 Prozent weniger verdienen als Männer, hat sich leider bisher nichts geändert.
Um so wichtiger ist auch dieses Jahr der Equal Pay Day, um auf den Missstand der vorwährenden Entgeltlücke aufmerksam zu machen und dagegen Flagge zu zeigen.
Der diesjährige Equal Pay Day findet nicht zufällig am 23. März 2012 statt. Dieses Datum markiert den Zeitraum, den berufstätige Frauen in Deutschland jedes Jahr über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um das durchschnittliche Jahresgehalt der Männer zu erreichen.

Ich weiß nicht, ob ich einem Faschingsscherz aufgesessen bin, als man mir erzählte, dass bei der Kandidatenkür zur Landtagswahl die tapferen, gebeutelten saarländischen Kämpfer nicht müde wurden, die Geisel der Männscheit die Frauenquote anzuprangern, ohne die das Leben doch so viel schöner, leichter, unkomplizierter – halt so wie früher – wäre. Worauf der Spitzenkandidat seine Mannen mit dem kreativen Ansatz tröstete: Ihr braucht sie doch einfach nicht wählen!
Mehrere Tausend behinderte Frauen sind einer Studie zufolge in Einrichtungen Opfer von sexualisierter Gewalt geworden. Jede fünfte Frau berichtete von körperlicher Misshandlung.
MAINZ/BERLIN epd | Mehrere Tausend behinderte Frauen sind einer repräsentativen Studie zufolge in Behinderteneinrichtungen oder Werkstätten Opfer von sexualisierter Gewalt geworden. Sechs Prozent der Frauen in Behinderteneinrichtungen hätten bereits mindestens einmal im Leben einen Übergriff erlitten, berichtete das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" aus einer noch unveröffentlichten Studie der Universität Bielefeld. Jede fünfte Frau war demnach eigenen Angaben zufolge schon einmal Opfer körperlicher Gewalt, jede vierte wurde Psychoterror ausgesetzt.
Quelle: www.taz.de/Misshandlung-behinderter-Frauen/!87694/
Als Gast: Caren Lay vom Bundesvorstand



Hier ein Kinotipp zu einem hochaktuellen Thema: eine junge Frau gerät in die Naziszene...
„Der Film gibt keine abschließenden einfachen Antworten. Er beleuchtet aber die für den Rechtsextremismus ursächlichen Faktoren und macht klar, dass es nicht um ein Jugendphänomen geht, sondern dass rechte Tendenzen ein Problem sind, das weit in alle Gesellschafts- und Altersschichten vorgedrungen ist.“
http://www.kriegerin-film.de/
Der Kinofinder - hier könnt Ihr sehen, ob der Film auch in Eurer Stadt läuft
http://kinofinder.kino-zeit.de/programmsuche/242886/50/1/00000?moviename=Kriegerin

BAD NEUENAHR. ,.Mein Ziel ist es, im Kreis Ahrweiler eine kleine Frauenbewegung ins Leben zu rufen." - Marion Morassi, Kreissprecherin der Linken und Bundessprecherin bei LISA, hat sich große Ziele gesetzt. Zu ihrer Veranstaltung ,,lst Armut weiblich?" kamen Interessierte Frauen, aber auch einige Männer. Mit den beiden Bundestagsabgeordneten Cornelia Möhring und Kathrin Senger- Schäfer referierten kompetente Sozialpolitikerinnen der Links-Fraktion und standen anschliessend noch Rede und Antwort. Frauen haben das höhere Armutsrisiko, erklärte Möhring in den Bad Neuenahrer Bahnhofsstuben. Die Lohnunterschiede seien nach wie vor gewaltig: Männer verdienten in denselben Jobs rund 25 Prozent mehr. Nicht durchgängige Erwerbsbiografien trügen ihren Teil dazu bei, dass vor allem Alleinerziehende später das Alter in Armut verbringen müssten. ,,Wenn Oma früh zur Arbeit geht", sei keine böse Zukunftsvision, sondern längst Alltag für viele Senioren, die ansonsten nicht mehr über die Runden kämen. Motto: 'Wer später stirbt, ist länger arm.“ zum GA Artikel

In der gestrigen Sitzung der Bundestagsfraktion DIE LINKE. wurde Yvonne Ploetz (Saarland) zur neuen frauenpolitischen Sprecherin der Fraktion gewählt. Die Frauen der LAG LISA RLP gratulieren ihr ganz herzlich zu ihrer Wahl und wünschen ihr für diese anspruchsvolle Aufgabe das Beste.
Die Saarländerin, die im Februar 2010 für Oskar Lafontaine in den Bundestag nachrückte, wurde am Dienstag vom Frauenplenum gewählt und zieht damit in den Vorstand der Fraktion ein. Die Saar-Linke spricht von einem „echten Karrieresprung“ der 27-Jährigen. Ploetz hat sich bisher vor allem um Jugendarmut gekümmert, sie folgt auf Cornelia Möhring, die neben Sahra Wagenknecht 1. Stellvertreterin geworden war. Als Schwerpunkt im neuen Amt sieht die Politik- und Sozialwissenschaftlerin Ploetz vor allem die Lage der Frauen in der Krise und die Frage, wie Frauen die Krise lösen wollen. Es gebe, sagte die Politikerin nach ihrer Wahl, alle Facetten an Frauen in der Fraktion, sie wolle dieses Potenzial bündeln und das Gemeinsame stärken. Gregor Gysi wird unterdessen mit den Worten zitiert, „was ihre frechen Momente betrifft, bin ich sicher, dass diese auch weniger werden – sie wird ja auch älter“.
Wir fragen uns: Was spricht eigentlich gegen politische Frechheit?

„80 bis 90 Prozent der Leidtragenden häuslicher Gewalt sind Frauen. Jährlich flüchten ca. 40.000 Frauen mit ihren Kindern in Frauenhäuser – eine Zahl, über die wir nicht nur am 25. November nachdenken sollten. “, so Katrin Werner, Mitglied des Deutschen Bundestages anlässlich des Internationalen Gedenktages "Nein zu Gewalt an Frauen!"
Gewalt an Frauen hat viele Gesichter. Frauenhandel, Genitalverstümmelungen und häusliche Gewalt sind nur einige Beispiele für Gewalttaten die in Deutschland tagtäglich Frauen zugeführt werden. Nach einer Erhebung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist oder war jede vierte Frau in Deutschland Opfer häuslicher (körperlicher oder sexueller) Gewalt. Eine alarmierende Zahl, die nachweislich nichts mit Bildung, Religion, Alter oder Einkommen zu tun hat.
Die Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE fordert weiter: „Wir dürfen die Augen nicht weiter verschließen, denn wer wegschaut ist Mittäter. Die Politik muss auch hier mehr sensibilisieren, mehr Bündnis- und Aufklärungsarbeit leisten – überparteiisch und unabhängig.“

Im Koalitionsvertrag 2011-2016 Rheinland-Pfalz kündigt die rot-grüne Landesregierung vollmundig an, die Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt konsequent abzubauen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Mit dem Doppelhaushalt 2012/13, der am 10.11.11 im Landtag eingebracht wurde, hat die rot-grüne Landesregierung diese Koalitionsvereinbarung gebrochen, wie auch die Zusagen im Bildungsbereich. Für das arbeitsmarktpolitische Programm zur Ein- bzw. Wiedereingliederung von Frauen in das Erwerbsleben werden die Leistungen um 225.000 € und somit 40% gekürzt. Ausbildungs-, Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sind der Landesregierung künftig 17% weniger wert, Leistungen für Berufsorientierungsmaßnahmen für Mädchen werden sogar um 75% zusammen gestrichen. Mit diesem empörenden Streichkonzert leistet die rot-grüne Landesregierung ihren frauenpolitischen Offenbarungseid. Für die Frauen in Rheinland- Pfalz ist diese Politik verheerend. Ihre Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt wird dadurch noch mehr zunehmen.
LISA Rheinland- Pfalz protestiert gegen diese frauenfeindliche Politik und fordert von der Landesregierung, ihren Versprechen auch Taten folgen zu lassen. Es ist nicht hinnehmbar, dass Frauen die Zeche zahlen sollen für die verfehlte Finanzpolitik von Bund und Land.

Im Idealfall kann das Projekt der Landfrauen und der Gemeinde Sulzfeld (Baden-Württemberg) einen doppelten Erfolg bedeuten. Mehr Frauen aus Sulzfeld engagieren sich in der Kommunalpolitik und die Landfrauen gewinnen neue Mitglieder. Dafür wird im nächsten Jahr eine Veranstaltungsreihe gestartet, die Frauen die Scheu vor aktiver Teilnahme im Rathaus nehmen soll. Mit der Landeszentrale für politische Bildung und das Landratsamt Karlsruhe als Kooperationspartner soll den Frauen an acht Terminen zu den verschiedenen Themen der Kommunalpolitik ein Blick hinter die Kulissen von Kreistag und Gemeinderat ermöglicht werden. Landesweit sind 22 Prozent der Gemeinderäte Frauen, in Sulzfeld ist die Quote noch niedriger. Die Initiative „Unsere Gemeinde braucht Frauen“ soll den Sulzfelder Frauen Mut gemacht werden sich um ein Mandat zu bewerben. Dabei sollen die Ressorts nicht nach Geschlecht verteilt werden. Das Vorurteil von der Männerdomäne Politik hält sich zäh in den Köpfen der Bürger. Die Initiative soll zum Sinneswandel beitragen und die Frauen motivieren.
(12.11.2011 Stimme.de) Ganzer Artikel hier

Der Erfurter Parteitag hat das neue Parteiprogramm Ende Oktober mit großer Mehrheit beschlossen. Insgesamt 503 Delegierte stimmten bei vier Gegenstimmen und zwölf Enthaltungen für das Programm der Partei DIE LINKE, das entspricht einer Zustimmung von 96,9 Prozent. Bis zum 15. Dezember läuft ein Mitgliederentscheid zur Bestätigung des Programms, das hier herunter geladen werden kann.
Caren Lay hielt den Bericht des Frauenplenums. Dennoch fanden die Beschlüsse des Frauenplenums nur begrenzt die Zustimmung des Parteitages. Das gilt vor allem für die Einrichtung eines Bundesfrauenrates, dem zwar eine Mehrheit der Delegierten, aber nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit, zustimmte. Eine sehr große Zustimmung hingegen fand das Konzept zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit, das die Lage der Frauen in der Partei schrittweise verbessern soll. Darüber hinaus fasste der Parteitag eine Reihe weiterer Beschlüsse, die hier dokumentiert sind.
Auf dem Landesparteitag DIE LINKE RLP wird ebenfalls ein Antrag zum Konzept zur Geschlechtergerechtigkeit auf Landesebene gestellt. Die LAG LISA RLP unterstützt diesen Antrag und ruft alle Delegierten auf, diesem zuzustimmen! zum Antrag
Auf dem Erfurter Parteitag der LINKEN gründeten über 100 Frauen aus allen 16 Landesverbänden der Partei den "Bundesrat LINKE Frauen". Die weiblichen Delegierten beriefen sich dabei auf die Bundessatzung der Partei, die im §10, Absatz 1 aussagt: "Frauen haben das Recht, innerhalb der Partei eigene Strukturen aufzubauen und Frauenplenen einzuberufen." Im Erfurter Aufruf, der von Gabi Ohler auf dem Parteitag verlesen wurde, begründen die Frauen ihren Schritt. Eine Presseerklärung dazu findet sich hier. Für weitere Infos und Nachfragen können sich alle Interessierten an die frauenpolitischen Verantwortlichen des Parteivorstandes Gabi Ohler und Ulrike Zerhau wenden.

die Bundestagsfraktion DIE LINKE hat am 25.10.2011 auf Vorschlag von Gregor Gysi darauf verzichtet, ihren eigenen Beschluss zur geschlechterquotierten Besetzung des Fraktionsvorsitzes umzusetzen. weiter...




Am Sonntag, den 09. Oktober 2011 trafen sich im Fraktionsbüro von Kathrin Senger Schäfer die LISA Frauen aus RLP zum Frühstück und Erfahrungsaustausch.